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April 2017, Türkei, Antalya – 10 Tage wandern auf dem lykischen Weg

Mittwoch, 19.04.
Antalya Blick auf die Altstadt Schwer bepackt machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Es ist eisig kalt, gerade mal 4 °C, aber mit dicken Jacken wollen wir unser Gepäck nicht belasten, wenn wir die ohnehin schweren Rucksäcke später durchs Gebirge schleppen. Mit der S-Bahn ist es schnell und bequem, Check-In, Sicherheitskontrolle und ab in den Flieger, der trotz allen Ahnungen fast auf den letzten Platz belegt ist. 3 Stunden später sind wir gegen 19 Uhr Ortszeit in Antalya und können direkt vom Flughafen mit der Straßenbahn ins Zentrum fahren. Mittels Durchfragen und moderner Technik finden wir auch im Gewirr der Altstadtgassen die Camel-Pension, lassen das Gepäck fallen und machen unten im Eingangsbereich erst einmal eine Pause, während Sherif, der Besitzer, mit einigen Gästen schon auf der alkoholischen Zielgeraden ist.
Wir schlendern noch ein bisschen durch die Gassen, gönnen uns in einen gemütlichen Hostel um die Ecke auch noch ein Bier und fallen bald
in die Betten.

Donnerstag, 20.04.
Antalya Basar Gewrze Wir sind froh, noch einen weiteren Tag in der Stadt zu verbringen, ohne gleich weiter zu hetzen.
Nur wenige Meter von der Pension ist eine kleine Bäckerei, wo wir uns mit Tee und leckeren gefüllten Teigtaschen versorgen. Nachdem wir die monetäre Lage aufgebessert haben, scheuen wir uns die Stadt an, schlemmen köstliche frisch gepresste Säfte an Straßenständen, versuchen, den zuweilen aufdringlichen Angeboten der Händler im Basar auszuweichen, bewundern die kunstvoll präsentierten Gewürzberge und sind schon auf den ersten Tee eingeladen – Granatapfeltee mit Hibiskusblüten und ein Gewürztee, der es in sich hat und vor lauter Menthol die Tränen in die Augen treibt.


Antalya Schuhmacher Antalya Kunstschmiede Antalya Kunstschmiede Nach einiger Suche finden wir auch den Markt der Kunstschmiede und anderer kleiner Handwerker. Uwe wird von einem älteren Herren erkannt, der gleich um die Ecke handgemachte Schuhe verkauft und uns beharrlich zum Tee einlädt. Nebenan ist ein kleiner Lebensmittelmarkt mit Grillstand.
Leider gibt es dort nichts für Vegetarier, obwohl für die Fleischspieße viel frisches Gemüse benutzt wird. Wir kaufen noch Käse für unsere Tour zu minimalen Preisen. Auf dem Rückweg finden wir auch noch einen Fischimbiss, so dass nun auch der fleischfreie Magen mit einem Fischbrötchen und frischen Salat versorgt ist. Da unser Zimmer auch eine kleine Küche beinhaltet, packen wir unser Trekking-Käse-Paket in den Kühlschrank und genießen das Flair der Altstadt
für den Rest des Tages.
Zwei Kampfflieger stören die durch ausbleibende Touristen angenehme Ruhe.
In einer kleinen Reiseagentur erkundigen wir uns nach dem Bus nach Fethiye, wo wir morgen unsere Trekkingtour beginnen wollen.
Um 9 Uhr soll ein Kleinbus fahren – wir sind gespannt. Die Altstadt und der Hafen sind wirklich schön.
Überall Blumen in den Gassen, friedlich liegen Hunde neben Katzen, die meisten Händler sind nicht aufdringlich. Die Stadtmauer thront malerisch über der Bucht, nur in der Ferne sieht man die Hotelburgen mit ihren Sandstränden. Noch einmal kehren wir in der Bäckerei ein – Apfelkuchen und Kaffee, zumindest der Kuchen ist ein Genuß,
der Kaffee ist leider nur aus dem Hause Nestlé. Am Abend sitzen wir unten in der Pension, essen leckeren Fisch mit Salat und schwatzen viel zu lange mit Sherif,
bis uns bewusst wird, dass es ja hier schon eine Stunde später ist – in vier Stunden müssen wir wieder aufstehen.




Freitag, 21.04.
Am frühen Morgen kehren wir noch kurz in der Bäckerei ein,
erfreuen uns an den aus den fahrzeugeigenen Lautsprechern der Müllabfuhr klingenden Vivaldi-Tönen,
laufen zur Straßenbahn und fahren zum Busbahnhof.
Alles ist hier sehr modern, vor der Schalterhalle muss man durch eine Sicherheitskontrolle,
aber die Preise sind sehr moderat. Wir zahlen 56 TL für beide Tickets nach Fethiye (Kurs 1 : 4).
Die Fahrt ist sehr bequem.
Wir sitzen in der ersten Reihe und haben Blick auf schneebedeckte Berge und die unterschiedlichsten Dörfer.
In den hohen Regionen zeigt sich die Armut der Gegend – viele verfallene Häuser und fast nur alte Leute.
In Fethiye wechseln wir den Bus, nachdem wir uns mit ausreichend Brot für die nächsten Tage versorgt haben.
Wir lassen uns oberhalb von Ovaçik. absetzen, gehen kurz zurück zum nächsten Laden, um Wasser zu holen und starten endlich unsere Wanderung.
Blick zur Kste  Sitzen auf dem Felsen mit Blick zur Kste
 Sitzen auf dem Felsen mit Blick zur Kste
Wir beginnen mit einer Pause, da wir großen Hunger verspüren, dann folgen wir der Straße, die zum Schotterweg wird und endlich auf einen Bergpfad führt. Unter uns sehen wir eine große Badebucht mit kleinen Inseln, die große Touristenzeit hat noch nicht begonnen. Wir gönnen uns hin und wieder ein paar kleine Pausen mit herrlichen Ausblicken und schlagen schließlich unser Lager an einer Zisterne auf, welche leider kein Wasser bietet. Ein türkischer Junge, um die zwanzig Jahre alt, bleibt auch am Platz, er ist wohl doch lieber nicht ganz alleine. Wir genießen den Sonnenuntergang von einem felsigen Ausguck und frösteln langsam dem Abend entgegen.



Samstag, 22.04.
 Sitzen auf dem Felsen mit Blick zur Kste Frühstück auf den Felsen, 600 m hoch über dem Meer. Als die im Wald grasenden Ziegen immer näher kommen und schließlich in unserem Lager stehen, ist es Zeit zum Packen.
Kurz danach kommen die ersten Wanderer vorbei. Wir brechen auch auf. Es geht weiter steil bergauf mit Aussichten, die nach Pausen rufen. An einem Imbiss machen wir eine Teepause. Hirten haben hier wohl ihre Chance gesehen, sich etwas dazuzuverdienen. In Kirme weichen wir versehentlich von der Route ab und müssen den richtigen Weg suchen. Dabei entdecken wir eine Schildkröte, die nicht sehr erfreut über unsere Begegnung ist. Vielleicht haben wir sie bei ihrer Eiablage gestört. Wir finden wieder auf den Weg uns sind am Nachmittag in Faralya. Im ersten Restaurant genießen wir ein kühles Bier und merken bald, dass wir vergessen haben, in Fethiye unsere Geldreserven zu sichern. Mit Euro werden wir nicht weit kommen in dieser Gegend.
Wir finden einen schönen Wiesenplatz und schlagen vor Kabak unser Zelt auf.

Sonntag, 23.04.
 Alter Baum  Schlucht Morgens ist es eisig kalt.
Die Sonne quält sich über den höchsten Felsen, bis wir endlich die Wärme spüren.
Nur der Wind bleibt kalt. Oberhalb von Kabak gehen wir weiter und hoffen auf einige Quellen, wo wir unseren Wasservorrat auffüllen können. Fast alles ist absolut ausgetrocknet. Eine Quelle sprudelt noch ein wenig. Wir machen Rast, füllen Wasser auf und nutzen die Chance für eine Körperschnellreinigung. Wenig später kommen ein paar türkische Wanderer, die sich als Österreicher bezeichnen und im Dialekt den echten in nichts nachstehen. Wir treffen sie an mehreren Aussichtspunkten immer wieder und fragen, ob jemand ein bisschen Geld tauschen kann. So wechseln die Währungen hoch oben über dem Meer mitten auf dem lykischen Weg – es ist schließlich ein alter Handelsweg.
In Alinca rasten wir in einem kleinen Restaurant und nehmen auch noch ein wenig Brot und Käse mit. Ein steiler Abhang liegt noch vor uns, wieder sehen wir nicht, wo der Weg hinführen könnte. Versehentlich weichen wir von der Route ab und finden uns auf der Straße wieder. Bald sehen wir unseren Weg wieder und beschließen an einer alten Zisterne unsere heutige Tour. Ein Stück dahinter zwischen den Feldern inmitten alter Gemäuer finden wir unseren Platz für die Nacht.
Montag, 24.04.
 Schlucht  Schlucht Bevor wir weiterlaufen, schöpfen wir mühsam mit einer am Strick hängenden Tasse Wasser aus der alten Zisterne und filtern es vorsichtshalber.
Der Weg ist erst eben, dann geht es wieder hinauf.
In Gey pausieren wir, bestellen ein Omelett und bekommen für 30 TL dazu auch noch Salat, Joghurt und Bulgur.
Tee gibt es gratis dazu, soviel man möchte.
Drei Brote für je 1 TL nehmen wir auch noch mit.
Zunächst wandern wir über Feldwege, vorbei an blühenden Wiesen, die auch die Schildkröten für sich entdeckt haben, dann über schmale Pfade zwischen zwergenhaften Wäldern und schönen Ausblicken. Der Weg wird wieder anstrengender und nicht ungefährlich. Am späten Nachmittag sind wir in Bel und rasten in einer Pension. Es gibt Bier und sogar eine Dusche. Länger wollen wir jedoch nicht bleiben, da die Wirtin schon ihr großes Geschäft wittert, wir aber die Natur vorziehen. Obwohl wir geduscht haben und sie uns auch noch zwei leckere Teigtaschen brachte, verlangt sie nur das Geld fürs Bier. Wir geben gutes Trinkgeld und bekommen noch zwei Orangen mit auf den Weg. Hinter dem Dorf zelten wir auf alten Terrassen unter einem Olivenbaum.

Dienstag, 25.04.
 Schlucht Am Morgen treffen wir auf eine Gruppe Jäger, die zum Glück nicht unseren Weg laufen. So besteht hoffentlich nicht die Gefahr, in eine Schusslinie zu geraten. Gleich darauf müssen wir 400 Meter absteigen. Das erfordert einige Konzentration und wir sind froh, wieder halbwegs ebenes Gelände zu erreichen. In Gavuragili beenden wir am zeitigen Nachmittag unsere heutige Tour. Wir sind ziemlich kaputt und haben keine Lust, noch einmal 200 Meter hochzusteigen. Stattdessen zelten wir oberhalb der Steilküste und nehmen in einer einsamen, steinigen Bucht ein kühles Bad im Meer.

Mittwoch, 26.04.
 Schlucht  Schlucht Ein letzter Blick auf die kleine Bucht, in der am Morgen ein Fischerboot seine Runden dreht, dann steigen wir wieder hinauf und finden uns auf der Straße wieder.
Die Markierungen sind nicht mehr zu sehen, bald merken wir, dass wir auf der Straße ein Stück in die Gegenrichtung hätten laufen müssen,
um den Einstieg zum weiteren Weg zu finden.
Es ist kaum Verkehr, so können wir auch mit einem Stück Asphalt leben.
Im nächsten Ort verpassen wir fast wieder den richtigen Ausgang, merken es dank GPS aber noch rechtzeitig. Unter uns sehen wir schon einen unverbauten langen Sandstrand. Der Grund dafür wird bald klar, denn dahinter liegt Sumpfgebiet, das nun ausgiebig mit Gewächshäusern bepflanzt wurde. Beim Abstieg laufen wir durch Ruinen einer ehemaligen Festungsanlage. An einer Stelle ist der Durchgang so niedrig, dass es nur auf allen vieren hindurch geht. Zwei Schlangen kreuzen unseren Weg. Die Kombination aus trockenen Hängen und Sumpf gefällt ihnen offenbar. Der Weg endet in einem kleinen ärmlichen Dorf, dort führt der Pfad über eine ziemlich wackelige Brückenkonstruktion, in der auch schon einige Bretter fehlen. Von hier aus wollen wir ein Stück mit dem Bus zurücklegen, warten zunächst an der falschen Stelle, da gerade ein Pärchen dort aus einem Bus ausstieg und uns sagte, der nächste käme schon in zwanzig Minuten. Wir werden schließlich von einem Autofahrer darauf hingewiesen, dass die Haltestelle ein Stück weiter zu finden sei, und tatsächlich stehen dort nagelneue Kleinbusse. Die Fahrt Richtung Kinik verläuft zwischen den zahlreichen Gewächshäusern hindurch. Die Gegend lebt vom Tomatenanbau, hin und wieder sieht man auch Paprikas hinter Glas und Plastik. Auf einem Werbeschild steht groß und deutlich, wer hier das Sagen hat. Der Name Syngenta steht allerdings nicht gerade für Bioqualität. Kurz vor Kinik müssen wir aussteigen, der Bus fährt an der kleinen Stadt vorbei.
Wir zahlen gerade mal 6 TL. In der Stadt finden wir einen Geldautomaten, einen Supermarkt und ein Restaurant,
wo wir erst einmal eine ordentliche Mahlzeit und ein kühles Bier zu uns nehmen.
Nicht weit von hier stehen die Ruinen von Xanthos, an denen unser Weg vorbeiführt.
Bis zum nächsten Ort laufen wir nur auf Asphalt, bei der Hitze kein Vergnügen.
Endlich biegen wir rechts ab und finden den nicht markierten Weg nur noch dank GPS.
Ein steiniger Pfad schlängelt sich zwischen Olivenhainen den Berg hinauf, die einzige Möglichkeit,
ein Zelt aufzuschlagen, finden wir auf einem Plateau, wo allerhand Müll und verbrannte Autoreifen herumliegen.
Wir beschließen, noch einen anderen Platz zu suchen und finden uns auf einem abenteuerlichen Pfad wieder.
Wir laufen praktisch in einem alten Aquädukt, der an einigen Stellen sehr zugewachsen und auch bröckelig ist.
Rechts neben uns geht es steil abwärts.
An einer Stelle müssen wir auf dem Aquädukt eine kleine Schlucht überqueren. Langsam wird es dunkel,
und wir sind froh, als wir an einem Terrassenhang vorbeikommen, wo wir endlich eine halbwegs steinfreie Zeltfläche finden.

Donnerstag, 27.04.
 Schlucht Auf einem breiten Weg laufen wir weiter durch den Olivenhain. Ein Hund versucht, uns anzugreifen, auch im nächsten Dorf mögen die Hunde keine Fremden. Vorsorglich nehmen wir ein paar Steine in die Hände, müssen sie aber zum Glück nicht benutzen. Es ist heiß und der Weg anstrengend. Ein Stück geht es wieder am Aquädukt entlang, durch viel Gestrüpp. Der Weg ist sehr zugewachsen. Wir finden eine herrliche Wiese zum Rasten, direkt an einem abgezweigten Bach unter Olivenbäumen. Ein Imker kümmert sich um seine Bienen, von denen einige sich neben uns am Wasser tummeln. Wieder kraxeln wir am Wasser weiter und suchen den Abzweig, um die Schlucht zu überqueren. Leider ist an der alten römischen Brücke gegenüber der Hang abgerutscht, wir finden weiter oben endlich einen Weg und laufen ein Stück auf einem breiten Waldweg, wo wir wieder mal eine Schildkröte treffen. Wieder zweigen wir ab, steil den Hang hinauf. Die Sonne brennt, und wir kommen nur langsam mit einigen Pausen voran. In Üzüllüm pausieren wir bei kühlem Ayran und Pizza.
Wieder auf einer sonnig-heißen Asphaltstraße aus dem Ort,
dann ein kleines Stück zwischen Mauern und Wiesen, ein Stück Straße und endlich auf einem Pfad hinab.
Dabei entdecken wir einen schönen Zeltplatz für die Nach und können unten im Bach ein Bad nehmen. Wir sind ca. 2 km vor Abdel.

Freitag, 28.04.
 Schlucht Wir sind früh unterwegs, wieder auf kleinen Pfaden nach Abdel. Wir wollen mit dem Bus nach Kalkan fahren. Der erste, den wir fragen, meint, es fahre hier gar kein Bus. Offensichtlich hat er uns falsch verstanden, oder wollte es nicht, jedenfalls fährt während einer kurzen Teepause doch ein Bus vorbei. Wir nehmen den nächsten Kleinbus, haben Stehplätze und müssen aufpassen, in den Kurven nicht den Halt zu verlieren, da es an Griffen stark mangelt. In Kalkan am Busbahnhof erkundigen wir uns nach dem nächsten Bus nach Antalya. Wir wollen auf der Strecke in Ulupinar aussteigen. Unser Gepäck können wir stehenlassen. Wir haben noch genug Zeit, um in den Genuß eines umfangreichen Angebotes im hiesigen Supermarkt (Migros) zu kommen. In Ulupinar steigen wir direkt an einer Raststätte aus, bestellen uns ein Bier und enden mit einem vorzüglichen Essen – frisches Fladenbrot, Salat,
verschiedene Dips und Forelle, frisch gegrillt. So gestärkt machen wir uns auf den Weg.
Gemeinerweise müssen wir erst einmal der Straße ins Tal folgen, ehe es auf einem Waldweg wieder bergauf geht.
Den ganzen Aufstieg schaffen wir nicht mehr, wir zelten unterhalb des Gipfels. Im Dunkeln kommt noch ein russisches Pärchen vorbei, sie wollen noch nach oben.

Samstag, 29.04.
 Schlucht Auf dem Gipfel haben wir wieder Blick aufs Meer. Die Zeltmöglichkeiten sind hier oben begrenzt, aber die züngelnden Flammen, die hier permanent dank austretenden Gasen präsent sind, geben bei Nacht bestimmt ein tolles Bild. Wir steigen hinunter und kommen an weitern Gasfeldern vorbei – wir sind in Chimäera, einer antiken Stadt. Am Ausgang müssen wir den Eintritt zahlen (6 TL p.P.).
Vielleicht wären wir darum herumgekommen, aber wir sind der Meinung, uns hier am Kiosk ein Bier verdient zu haben. Weiter geht es zunächst auf einem gepflasterten Weg, an dessen Rand wir uns leckere Maulbeeren schmecken lassen. Wir brauchen noch Wasser und finden an einem Grundstück eine Wasserzapfstelle. Die Besitzer erlauben uns, unsere Flaschen mit dem sogar gekühltem Wasser zu füllen, und der Nachbar bringt uns noch eine zusätzliche leere Flasche zum Abfüllen. Mit 4,5 Liter machen wir uns wieder auf den Weg.
Es ist heiß und er Weg ist lang.
Die ersehnte Badebucht ist schon in Sicht, aber immer ist noch ein Berg dazwischen zu bewältigen.
Geschafft erreichen wir den Strand. Leider ist es nicht so einsam, wie wir hofften.
Eine Gruppe Ukrainer ist auch gerade angekommen und ihr Geplapper ist weit zu hören.
Sogar eine Fahne haben sie dabei und hissen sie, nachdem sie ihr Lager aufgeschlagen haben.
Wir gönnen uns ein kühles Bad, nachdem wir am steinigen Ufer endlich eine gute Stelle gefunden haben und tanken wieder Kraft für
die letzten beiden Tage unserer Tour.

Sonntag, 30.04.
 Schlucht Wir verlassen die „Maden Bay“, quälen uns bergauf auf einem Forstweg, der uns für den Rest der Strecke begleitet. Da die Strecke zwar schlecht, aber befahrbar ist, nutzen viele Einheimische die Piste, um mit dem Auto an die entlegenen Buchten zu gelangen, auch wenn dies offiziell verboten ist, wie wir in Tekirova bemerken, als die Polizei einen Autofahrer abkassiert. Mit dem Bus fahren wir ins Zentrum und freuen uns über eine Gelegenheit, ein Bier zu trinken, auch wenn dies einen deutlichen Touristenaufschlag kostet. Mit frischem Brot und Wasser zieht es uns wieder stadtauswärts in Richtung Phaselis. Zuerst an Gewächshäusern vorbei, verläuft der weg über Wiesen und Bäche, über einen Zeltplatz und weiter am Strand entlang.
Dort suchen wir uns ein Plätzchen für die Nacht.
Ganz allein sind wir nicht, mitten in der Nacht drehen ein paar Partyfreunde mit dem Auto samt polizeiartiger Sirene eine Runde um unser Zelt.

Montag, 01.05.
 Schlucht Uwe hat Geburtstag.
Frühstück gibt es am Strand mit anschließendem Bad im Meer. Wir lassen uns Zeit.
Auf der Suche nach Phaselis müssen wir noch einen Hügel und eine Bucht überwinden und können leider nicht das Eintrittsgeld sparen,
indem wir von der anderen Seite kommen. 20 TL p. P. sind zu berappen, um die Ruinen der alten Hafenstadt zu besuchen. Die ehemalige Größe und Ausstattung der Stadt ist ziemlich beeindruckend. Am Ausgang trinken wir noch einen Tee, müssen noch 1 km bis zum Tor laufen, wo nach wenigen Minuten schon ein Bus kommt, der uns nach Antalya bringt (20 TL für 2 Personen!).
Am Busbahnhof verlaufen wir uns kurz auf dem Weg zur Straßenbahn, aber bald sitzen wir in der vollklimatisierten modernen Bahn und freuen uns auf die Pension.
Ein schönes Zimmer im zweiten Stock mit Balkon erwartet uns, und der Abend wird dank lustigen Freunden sehr feucht und lang.

Dienstag, 02.05.
 Schlucht Frühstück gibt es „wie immer“ in der Bäckerei, die innerhalb einer Nacht im neuen Outfit glänzt und umgebaut wurde – Respekt!
Auf der Suche nach dem Handwerkermarkt laufen wir kreuz und quer die Straßen und Gassen ab. Endlich kennt einer den Weg und tatsächlich finden wir die Läden der Kupferschmiede und Lampenhersteller wieder. Ich erstehe eine Lampe, die mir schon 2 Wochen zuvor aufgefallen war.
Im Bazar erliegen wir dem Charme eines Verkäufers und kaufen ein paar Gewürze. Süßes zum Mitbringen erstehen wir an der Straße in einem Geschäft. Für 18 TL essen wir vorzüglich in einem Imbiss und ruhen ein bisschen in unserem Heim. Später spazieren wir durch den Park, lauschen einem Musiker und genießen die letzten Blicke aufs Meer. In der Pension lassen wir uns frischen Fisch mit Bulgur und Salat schmecken, trinken noch etwas und packen unsere Sachen.

Mittwoch, 03.05.
Ein letztes Frühstück bei unserem liebgewonnenen Bäcker,
dann laufen wir zur Straßenbahn,
die uns zum Flughafen bringt.
Bereits beim Ausstieg aus der Bahn erfolgt eine erste Sicherheitskontrolle, die zweite am Eingang zum Terminal.
Drinnen kommt es uns sehr leer vor, nur die Inlandsschalter sind besetzt und alle
Anzeigentafeln zeigen nur innertürkische Flüge an.
Wir sind im falschen Terminal (allerdings kamen wir vor zwei Wochen genau hier an).
Unser Flug geht jedenfalls vom Terminal 2, wohin wir ein Taxi (10 TL) brauchen, denn es liegt ca. 2 km weiter.
Nun noch einmal die ganze Sicherheitsprozedur und wir treten die Heimreise an.